Leitfaden · Deutschland – Schweiz
Auswandern in die Schweiz.
in der richtigen Reihenfolge.
Die meisten steuerlichen Fehler entstehen nicht durch falsche Entscheidungen, sondern durch die falsche Reihenfolge. Hier siehst du, was wann ansteht.
In drei Schritten zu deinem Plan
1. Umzugsdatum eingeben und Fristen sehen. 2. Die sechs grossen Steuerthemen verstehen. 3. Im Wegzugs-Check herausfinden, welche davon dich betreffen.
Umzugsplaner
Dein Fahrplan bis zum Umzug und danach.
Gib dein geplantes Umzugsdatum ein. Der Planer zeigt dir, was bis wann erledigt sein sollte, inklusive der Fristen nach dem Zuzug.
Richtwerte. Kantonale Fristen können abweichen. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser und werden nicht gespeichert.
Die grossen Themen
Worauf es steuerlich ankommt.
Kurz erklärt. Welche Regel in deinem Fall greift, klären wir im Gespräch.
Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG
Hältst du mindestens 1 % an einer Kapitalgesellschaft und warst du in den letzten zwölf Jahren mindestens sieben Jahre in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig, besteuert Deutschland beim Wegzug den Wertzuwachs deiner Anteile, ohne dass du etwas verkaufst.
Die Steuer kann auf Antrag in Raten gezahlt werden, in der Regel gegen Sicherheitsleistung. Die Rechtslage entwickelt sich laufend weiter. Struktur und Zeitpunkt lassen sich vorher oft noch gestalten, nachher kaum.
Deutschland besteuert oft noch nach dem Wegzug
Wer als Deutscher in die Schweiz zieht und wesentliche wirtschaftliche Interessen in Deutschland behält, kann noch Jahre nach dem Umzug der erweiterten beschränkten Steuerpflicht unterliegen. Zusätzlich erlaubt das Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen eine überdachende Besteuerung im Wegzugsjahr und in den folgenden Jahren.
Das bedeutet keine doppelte Steuer, aber zusätzliche Erklärungspflichten und eine genaue Abstimmung beider Seiten.
Quellensteuer und nachträgliche ordentliche Veranlagung
Ausländische Arbeitnehmende mit Bewilligung B werden in der Schweiz grundsätzlich an der Quelle besteuert. Die Steuer wird direkt vom Lohn abgezogen.
- Ab einem Bruttoerwerbseinkommen von CHF 120'000 pro Jahr ist die nachträgliche ordentliche Veranlagung (NOV) Pflicht.
- Darunter kannst du sie beantragen, in der Regel bis zum 31. März des Folgejahres. Einmal gewählt, bleibt sie bestehen.
- Ob sich die NOV lohnt, hängt von Abzügen wie Säule 3a, Pensionskasseneinkäufen und Berufskosten ab.
Grenzgänger und die 60-Tage-Regel
Wohnst du in Deutschland und arbeitest in der Schweiz, darf die Schweiz nach dem DBA höchstens 4,5 % Quellensteuer vom Bruttolohn erheben. Besteuert wird in Deutschland, die Schweizer Steuer wird angerechnet.
Voraussetzung ist die regelmässige Rückkehr an den Wohnsitz. Bei mehr als 60 arbeitsbedingten Nichtrückkehrtagen im Jahr kann die Grenzgängereigenschaft entfallen. Wir helfen dir, das sauber zu dokumentieren.
Besteuerung nach dem Aufwand
Die meisten Kantone besteuern Personen ohne Schweizer Bürgerrecht, die in der Schweiz keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, auf Antrag nach ihren Lebenshaltungskosten statt nach Einkommen und Vermögen. Zürich, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben sie abgeschafft.
Im Verhältnis zu Deutschland gelten besondere Regeln, damit das Doppelbesteuerungsabkommen greift. Für wen sich das eignet, prüfen wir individuell.
Vorsorge und Rente in zwei Ländern
Deutsche Rentenansprüche bleiben bestehen. In der Schweiz kommen AHV, Pensionskasse und Säule 3a dazu, mit steuerlich attraktiven Einzahlungs- und Einkaufsmöglichkeiten.
Entscheidend ist, beide Welten zusammen zu planen: Was passiert mit deutschen Verträgen, welche Lücken entstehen, wann lohnen sich Einkäufe?
Stand 2026. Allgemeine Information ohne Gewähr, keine individuelle Beratung. Kantonale Regeln und Fristen können abweichen.
Wegzugs-Check
Welche Themen betreffen dich?
Wenige kurze Fragen, eine klare Liste. So siehst du in zwei Minuten, worüber wir vor deinem Umzug sprechen sollten.
Anonym. Es werden keine Daten übertragen oder gespeichert.